18. Juli 1936. In Barcelona laufen die Vorbereitungen für die Volksolympiade auf Hochtouren. Sie soll einen pazifistischen Protest gegen die Olympischen Spiele in Berlin unter der Regie der Nationalsozialisten darstellen. Dazu wird es jedoch nie kommen, denn am 19. Juli putscht das Militär unter General Franco, und der Spanische Bürgerkrieg bricht aus.
Die jungen Fotografen Hans Namuth und Georg Reisner, die eigentlich die Volksspiele porträtieren wollten, ahnen da noch nicht, dass sie den Beginn eines blutigen Bruderkrieges miterleben. In den folgenden neun Monaten werden sie zu Kriegsfotografen, deren Bilder überall auf der Welt Zeugnis über die Grausamkeit des Konflikts ablegen. Eine Grausamkeit, die sie auch selbst nicht verschont.
Der Sachcomic »Kriegsfotografen« ist eine Reportage über eine einschneidende Ära der europäischen Geschichte. Er ist aber auch ein menschliches Porträt zweier Fotografen, die es sich zur Aufgabe machen, das Geschehen zu dokumentieren, und der Gefahren, die damit verbunden sind, sowie ein Testament für die Macht der Bilder und des freien Journalismus.